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Die Berberitze (botanisch: Berberis vulgaris L.) gehört zur Familie der Berberitzengewächse. Der Strauch wird auch als Sauerdorn oder Essigbeere bezeichnet und ist in vielen Sorten recht verbreitet. Der winterkahle Dornstrauch kann eine Wuchshöhe von bis zu drei Metern erreichen.
Stacheln
Die Berberitze weist eine starke Bedornung mit ein- bis siebenteiligen Dornen auf. Diese dienen einer Abwehr des Tierverbisses.
Blätter
Aus den Achseln der Dornen entwickeln sich kurztriebige Laubblätter, die je nach Sorte von zartgrün bis smaragdgrün bereits im April erscheinen. An der Sprossbasis sind diese überwiegend dreiteilig, aber auch mehrteilige Dornblätter sind möglich. An der Sprossspitze sind sie jedoch in jedem Fall einteilig.
Blütenstand und Blüten
Im Mai bildet sie ihre leuchtend gelben, glockenartigen, halbkugeligen, traubenförmig hängenden Blüten aus. Es sind nektarführende Scheibenblumen, die besonders oft von Insekten aufgesucht werden.
Nach der Blüte entwickeln sich korallenfarbene kleine Beerenfrüchte, die nahezu den ganzen Winter über am Strauch bleiben. Die Früchte sind sehr sauer, jedoch genießbar. Daher werden sie sehr gern von Vögeln als Nahrung benutzt. Somit stellen die Vögel durch Verdauung der Früchte eine Ausbreitung der Samen sicher.
Verbreitung
Berberitzen sind in ganz Europa, in Mittel- und Südasien sowie in Nordamerika sehr verbreitet. Sie wurden im Jahr 1864 vom russischen Botaniker Karl Johann Maximowicz entdeckt und gehören mit zu den besten Sträuchern, die Japan unseren Gärten übereignete, da sie sehr pflegeextensiv und robust sind.
Standorte
Die Berberitze stellt keine besonderen Ansprüche an den Standort. Der Boden kann kalkhaltig bis mäßig feucht sein in sonniger oder halbschattiger Lage. Je nach Wuchshöhe und -umfang sollte ihr jedoch ausreichender Platz zur Ausbreitung gegeben werden.
Krankheiten und Schädlinge
Lediglich die Berberis vulgaris, der Gemeine Sauerdorn, ist auch in seinen Sorten ohne besonderen Reiz. Zudem sollte man wegen der Verbreitung des Getreideschwarzrostpilzes, für den diese Art als Zwischenwirt dient, besser auf ihn verzichten. Andere Arten, wie zum Beispiel Berberis thunbergii, sind von auffallender Schönheit und neigen weder zu Krankheiten noch zu Schädlingen.
Pflegehinweise
Die Berberitze benötigt wenig Pflege. Auch ein Rückschnitt ist lediglich dann vorzunehmen, wenn der Strauch zu groß geworden ist. Ansonsten ist kein Rückschnitt erforderlich.

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